Monday, April 29, 2013

Taxiprotest in Sanandadsch (Iran)

In der kurdischen Stadt Sanandadsch versammelten sich am vergangenen Donnerstag, den 25.04.2013, die Taxifahrer mit ihren Autos vor dem Stadtrat von Sanandadsch, um gegen die hohen Benzinpreise zu protestieren. Als die „Sicherheitskräfte“ die Demonstranten beleidigten, verschärfte sich die Lage. Als es der Polizei nicht gelang, die Demonstration aufzulösen, holte sie einen Kran, um die Taxis damit aus dem Weg zu räumen. Das brachte die Taxifahrer erst recht in Rage, und es kam zu einer Auseinandersetzung. Die Staatsorgane machten Filmaufnahmen von den Demonstranten, was die Gefahr birgt, dass sie später verhaftet werden.


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Iran: 1 Milliarde Dollar für Syrien

Der Präsident der syrischen Zentralbank Adib Miyale erklärte am Mittwoch, den 24.04.2013, vor den versammelten syrischen Bankdirektoren, dass es nicht zutreffe, dass Syrien nur noch Währungsreserven in Höhe von 4 Milliarden Dollar habe. Er erwähnte weiterhin, dass der Iran eine Kreditlinie für Syrien in Höhe von 1 Milliarde Dollar eröffnet habe, von denen bis jetzt 500 Millionen in Anspruch genommen worden. Russland hat es inzwischen übernommen, syrische Banknoten zu drucken, zuvor wurden sie laut Angaben von Adib Miyale in Österreich und Deutschland gedruckt.


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Iran: 1 Milliarde Dollar für Syrien

Der Präsident der syrischen Zentralbank Adib Miyale erklärte am Mittwoch, den 24.04.2013, vor den versammelten syrischen Bankdirektoren, dass es nicht zutreffe, dass Syrien nur noch Währungsreserven in Höhe von 4 Milliarden Dollar habe. Er erwähnte weiterhin, dass der Iran eine Kreditlinie für Syrien in Höhe von 1 Milliarde Dollar eröffnet habe, von denen bis jetzt 500 Millionen in Anspruch genommen worden. Russland hat es inzwischen übernommen, syrische Banknoten zu drucken, zuvor wurden sie laut Angaben von Adib Miyale in Österreich und Deutschland gedruckt.


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Frauensport im Iran



Foto einer Basketballmanschaft in Teheran, 1963




Foto einer Basketballmannschaft in Teheran, 2013


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Frauensport im Iran



Foto einer Basketballmanschaft in Teheran, 1963




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Iran im Wahlkampf

50.000 in Teheran

Auch wenn Ahmadineschad zu den Präsidentschaftswahlen im Juni 2013 nicht mehr selbst antreten kann, setzt er alle Hebel des Staatsapparats in Bewegung, um Mascha‘i, den Vater seiner Schwiegertochter, als Nachfolger zu etablieren. Wie berichtet, veranstaltete er im Freiheitsstadion (Stadion-e Azadi) in Teheran eine große Party, um Sympathien zu gewinnen. Die Teilnehmer, die erschienen, bekamen kostenlos Essen verteilt und auch Essen zum Mitnehmen für zu Hause. Ahmadineschad schaffte es trotz der Busse, die aus dem ganzen Land Menschen ankarrten, gerade mal, in der 12-Millionen Hauptstadt 50.000 – 60.000 Menschen zusammenzubringen, das Stadium also halb zu füllen.

Als erfahrener Politiker sucht er auch die verschiedenen iranischen Provinzen auf.


10.000 in Ahwas

So besuchte er kürzlich Ahwas in Chusestan, wo er sich als arabischer Scheich einkleiden ließ und eine Rede hielt. Aber angesichts der zahlreichen Verhaftungen gegen arabische Aktivisten und mehrerer politischer Todesurteile gegen diese kamen zu Ahmadineschads Rede vielleicht gerade einmal 10.000 bis 12.000 Personen (nach staatlichen Angaben!). Allein Ahwas hat über 2 Millionen Einwohner.



5.000 in Tabris

Jetzt war er in Tabris, der Hauptstadt des iranischen Aserbaidschans, in der über 4 Millionen Menschen leben. Das Photo zeigt, dass nicht einmal der Rasen des Stadions gefüllt war, von den Zuschauerrängen ganz zu schweigen. Es waren etwa 5.000 ZuschauerInnen erschienen, das Stadion fasst 40.000.




Grad mal zwei Hansele… würde man in Konstanz sagen.


Die Bevölkerung in Aserbaidschan ist auf Ajatollah Chamene‘i schlecht zu sprechen, aber Ahmadineschad mag sich noch so sehr als Gegner der Mollas profilieren, auf ihn fallen die Menschen dort nicht rein.


Woher die Stimmen nehmen?

Angesichts dieser laufenden Schlappen könnte man meinen, Ahmadineschad habe verspielt. Aber er hat ja Erfahrung, wie man auch ohne Stimmen Wahlen gewinnt. Und das ist jetzt sogar sein neuester Trumpf. Über verschiedene Personen hat er die Nachricht verbreiten lassen, dass er als ehrlicher Politiker bei den letzten Wahlen (2009) mit seinen 16 Millionen Stimmen ganz zufrieden gewesen wäre, damit hätte er ja auch genug für den Sieg gehabt. Aber Ajatollah Chamene‘i habe angeordnet, man solle seine Stimmenzahl auf mindestens 24 Millionen erhöhen. Er – Ahmadineschad – sei dagegen gewesen, aber er habe sich nicht durchsetzen können. Von diesen Gesprächen hat Ahmadineschad Tonaufnahmen gemacht, mit deren Veröffentlichung er droht, wenn Mascha‘i vom Wächterrat nicht als Kandidat akzeptiert wird.

Was unser Saubermann dabei nicht erwähnt, ist folgendes Detail: Der Mann im Innenministerium, der ermordet wurde, weil er die richtigen vorläufigen Wahlergebnisse „voreilig“ bekannt gemacht hatte, hatte nämlich folgende Zahlen genannt: Mussawi mindestens 23 Millionen Stimmen, Karubi mindestens 7 Millionen und Ahmadineschad mindestens 4 Millionen.

Wie Ahmadineschad 16 aus 4 gemacht hat, bleibt sein Geheimnis, und sicher wird er versuchen, diese Rechenkünste auch bei den kommenden Wahlen anzubringen.


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Gericht in Mariwan (Iran): Mann in Frauenkleidern (Teil 2)

Wir hatten schon davon berichtet, dass ein Gericht in der kurdischen Stadt Mariwan (Iran) drei Männer dazu verurteilt hatte, in kurdischen Frauenkleidern durch die Stadt geführt zu werden. Bei einem der Dreien wurde das Urteil auch rasch vollstreckt, hier ein Kurzfilm von dieser Art des „Strafvollzugs“. Es fällt auf, wie viele Polizeiautos im Konvoi mitfahren. Es fällt auch auf, dass der Mann, der den Verurteilten auf dem offenen Polizeiwagen festhält, eine schwarze Gesichtsmaske trägt. Vermutlich befürchtet er, dass er von Anhängern der bewaffneten Opposition erschossen wird, wenn seine Identität erkannt wird. Das sagt auch etwas über die Verhältnisse vor Ort aus.

Verschiedentlich wurden auch Gerüchte laut, dass die Verurteilung nicht wegen „Familienstreitigkeiten“ erfolgt sei, sondern aus politischen Gründen. Dies wird von Quellen vor Ort aktiver kurdischer Parteien (Komele und Demokratische Partei Kurdistans/Iran) nicht bestätigt. Es ist wohl eher so, dass das Regime dachte, dass die Verurteilten in ihrem Umkreis keinen so guten Ruf genießen und dass es auf diesem Weg Sympathien unter der Bevölkerung gewinnen könnte, immerhin ist Vorwahlkampf. Aber der Schuss ging nach hinten los, auf Facebook haben sich inzwischen schon über 15000 Männer mit den Opfern solidarisiert, indem sie kurdische Frauenkleidung anzogen und sich so ablichten ließen. Wären die Verurteilten politisch aktiv gewesen, hätte man wohl noch mit wesentlich massiveren Protesten auf den Straßen rechnen müssen.


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