Monday, February 10, 2014

Iran: Esspakete – Teil 2



Der Inhalt des Warenkorbs im Weiterverkauf


Wir hatten schon berichtet, dass die iranische Regierung einen „Warenkorb“ zur Verteilung an die Ärmsten eingeführt hat und auf gewisse Ähnlichkeiten zu den im deutschen Asylverfahren üblichen Esspaketen hingewiesen. Wie sich in der Fortsetzung zeigt, finden sich noch weitere Gemeinsamkeiten. So ist klar, dass dann, wenn der Staat über die Bedürfnisse entscheidet und sie in realsozialistischer Manier durch Verteilung zu befriedigen versucht, die „Begünstigten“, die etwas anderes benötigen, selbst eine Lösung suchen müssen. Und die besteht im Weiterverkauf der Ware. So kommen sie zu Geld, mit dem sie das kaufen können, was sie möchten. Solche Verlustgeschäfte machen auch Asylsuchende in Deutschland, die den Inhalt der Esspakete weiterverkaufen, zwar unter Preis, aber immerhin haben sie dann etwas Geld in der Tasche. Das ist das reale Wirtschaftsleben, das den staatlichen Planern aller Systeme seit je ein Dorn im Auge war.



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Iran-Balutschistan: Entführung von 5 Grenzsoldaten

Die sunnitische Gruppe „Dschaisch ol-Adl“ (Armee der Gerechtigkeit), die in der iranischen Region Sistan und Balutschistan operiert, hat unlängst 5 iranische Grenzsoldaten entführt. In einer Erklärung auf ihrer Webseite, der Fotos von den Entführten beigefügt waren, übernahm die Gruppe die Verantwortung für die Entführung. Laut iranischen Angaben wurden die Entführten ins Landesinnere von Pakistan gebracht. Der iranische Außenminister hat deshalb am Sonntag, den 9. Februar 2014, den pakistanischen Botschafter zu sich zitiert und ihm eine iranische Protestnote überreicht. Er forderte Garantien für die Sicherheit der Entführten.


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Iran: Hinrichtung eines Dichters

Der Schriftstellerverband PEN-International hat jetzt gegen die Hinrichtung von Haschem Scha‘bani aus der Region Chusestan (Iran) protestiert, der als arabischer und persischer Dichter bekannt ist. Haschem Scha‘bani war aufgrund eines unter Folter erzwungenen „Geständnisses“ zum Tode verurteilt.

Die englische Ausgabe der arabischen Zeitung Sharq al-Awsat hat am 2. Februar 2014 eine ausführliche Reportage über ihn und andere verurteilte Kulturaktivisten aus Ahwas (Chusistan) veröffentlicht, aus der auch dieses Gedicht von Haschem Scha‘bani stammt:


Seven Reasons Why I Should Die

By Hashem Shaabani


For seven days they shouted at me:

You are waging war on Allah!

Saturday, because you are an Arab!

Sunday, well, you are from Ahvaz

Monday, remember you are Iranian

Tuesday: You mock the sacred Revolution

Wednesday, didn’t you raise your voice for others?

Thursday, you are a poet and a bard

Friday: You’re a man, isn’t that enough to die?


Quellen:

Sharq Al-Awsat, Sunday, 2 Feb, 2014, von Amir Taheri

„Rouhani approves execution of Arab–Iranian poet „


http://j.mp/1fTNZ5b


PEN International:


http://j.mp/1obatVg


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Iran: Hinrichtung eines Dichters

Der Schriftstellerverband PEN-International hat jetzt gegen die Hinrichtung von Haschem Scha‘bani aus der Region Chusestan (Iran) protestiert, der als arabischer und persischer Dichter bekannt ist. Haschem Scha‘bani war aufgrund eines unter Folter erzwungenen „Geständnisses“ zum Tode verurteilt.

Die englische Ausgabe der arabischen Zeitung Sharq al-Awsat hat am 2. Februar 2014 eine ausführliche Reportage über ihn und andere verurteilte Kulturaktivisten aus Ahwas (Chusistan) veröffentlicht, aus der auch dieses Gedicht von Haschem Scha‘bani stammt:


Seven Reasons Why I Should Die

By Hashem Shaabani


For seven days they shouted at me:

You are waging war on Allah!

Saturday, because you are an Arab!

Sunday, well, you are from Ahvaz

Monday, remember you are Iranian

Tuesday: You mock the sacred Revolution

Wednesday, didn’t you raise your voice for others?

Thursday, you are a poet and a bard

Friday: You’re a man, isn’t that enough to die?


Quellen:

Sharq Al-Awsat, Sunday, 2 Feb, 2014, von Amir Taheri

„Rouhani approves execution of Arab–Iranian poet „


http://j.mp/1fTNZ5b


PEN International:


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Tuesday, February 4, 2014

Schneechaos im Nordiran

Im Norden des Irans, am Kaspischen Meer und dem Gebiet von Mazendaran hört es seit vier Tagen nicht auf zu schneien. Mittlerweile gibt es Schneehöhen von mehr als zwei Meter. Die Verkehrswege sind vielfach unterbrochen. Mancherorts gibt es kein oder wenig Gas. In vielen Städten ist der Strom ausgefallen,Lebensmittel und Wasservorräte werden knapp. Entsprechend sind die Preise für Lebensmittel explodiert. Aufgrund der außergewöhnlichen Schneelast sind einige Hausdächer eingestürzt. Der Innenminister hat alle militärischen Kräfte gebeten, das ihnen Mögliche zu unternehmen, um den Menschen im Nordiran zu helfen.





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Monday, February 3, 2014

Iran: Mehdi Karubi vom Hausarrest zum Arrest nach Hause

Seit drei Jahren steht der ehemalige Präsidentschaftskandidat Mehdi Karubi unter Hausarrest, wie die iranischen Behörden stets behaupteten. Aber er war dabei nie zu Hause, sondern in einem Gebäude des Geheimdienstes an einem illegalen Haftort inhaftiert. Jetzt berichtet sein Sohn auf seinem Facebook-Konto, dass sein Vater tatsächlich zu sich nach Hause im Teheraner Stadtteil Dschamaran verlegt wurde. Die Sicherheitskräfte haben sich auch gleich im Erdgeschoss eingenistet.

Wie der Sohn berichtet, wünscht sein Vater nichts sehnlicher als endlich vor Gericht gestellt zu werden. Und wenn es ein Schauprozess ist, es soll ein Prozess sein. Egal welcher Richter. Selbst so berüchtigte Personen wie General Naqdi, Schodschu‘i, Mesbahe Jasdi, Haddad Adel und Schariatmadari, die alle noch an der Macht sind, dabei die Geschworenen sein sollten. Nur eine Bedingung hat Mehdi Karubi: Die Gerichtsverhandlung soll öffentlich sein, seine Worte sollen in den Medien vollständig übertragen werden.

Und dann ist er bereit, jedes Urteil ohne Berufung hinzunehmen.


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Iran: Wir wollen atmen



Eine der Rednerinnen auf der Versammlung gegen die Luftverschmutzung in Teheran.

Im Hintergrund in persischer Schönschrift die Worte:

Michahim nafas bekeschim – Wir wollen atmen!

In aller Freiheit der Mehrdeutigkeit.


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